Unser Besuch an der Fashion Link in Mailand
Zweimal im Jahr wird Mailand noch ein kleines bisschen modischer als sonst und wir mittendrin. Im September waren wir an der Fashion Link in Mailand, einer der wichtigsten internationalen Messen für Schuhe und Accessoires. Unser Ziel: Inspiration sammeln, neue Labels entdecken, bestehende Partner treffen und natürlich Ausschau nach besonderen Stücken halten, die gut zu bold matters passen.
Die MICAM fand wie jedes Jahr auf dem Gelände der Fiera Milano in Rho statt. Mehr als 1’000 Schuhmarken aus aller Welt präsentieren dort ihre neuen Kollektionen – entsprechend gross ist die Messe. Oder anders gesagt: Bequeme Schuhe für den Messebesuch sind keine Empfehlung, sondern Überlebensstrategie.

Inspiration auf ziemlich vielen Quadratmetern
Wer noch nie auf einer grossen Messe war, stellt sich vielleicht ein paar hübsche Stände, Kleiderstangen und gemütliches Durchschlendern vor. Die Realität ist etwas… grösser.
Die MICAM, als Teil der Fashion Link, bringt internationale Marken, Produzent:innen und Einkäufer:innen zusammen und gibt einen ziemlich guten Eindruck davon, was uns in den kommenden Saisons modisch beschäftigen wird. Gleichzeitig geht es für uns aber weniger darum, jedem Trend hinterherzulaufen. Viel spannender ist die Frage: Was passt wirklich zu bold matters und zu unseren Kund:innen?

Wir suchen Dinge, die besonders sind, aber tragbar bleiben. Produkte, an denen man länger Freude hat. Gute Materialien, spannende Farben, faire und nachvollziehbare Herstellung und Labels, hinter denen eine Geschichte steckt. Und manchmal weiss man nach ungefähr drei Sekunden an einem Stand: Okay, das müssen wir uns genauer anschauen.
Labels entdecken: ÉMOLO, MRP Star & Kedima
Einer unserer Stopps war ÉMOLO und hier wurde es farbig. Sehr farbig. Die spanische Schmuckmarke fertigt ihre auffälligen Ringe von Hand in Spanien. Die Statement-Ringe bestehen aus einer Kunstharz-Basis und werden unter anderem mit Natursteinen kombiniert.
Genau diese Mischung hat uns gefallen: kräftige Farben, grosse Formen und trotzdem eine gewisse Eleganz. Schmuck, der einen Look verändern kann.
Ganz anders, aber ebenfalls spannend: MRP Star. Das Label verbindet Sneaker-Kultur mit auffälligen Farben und einem deutlichen Streetwear-Einfluss. Die Marke beschreibt ihre Wurzeln als Mischung aus der Ästhetik von Melrose Place in Los Angeles und italienischem Schuh-Know-how. Viele Modelle sind unisex gedacht und spielen bewusst mit Farbe, Volumen und Details.
Auch bei Kedima haben wir uns Zeit genommen, die Kollektion anzuschauen. Genau dafür lieben wir Messebesuche: Ein Produkt auf einem Bildschirm zu sehen, ist das eine. Materialien anzufassen, Verarbeitung und Passform direkt anzuschauen und mit den Menschen hinter einer Marke zu sprechen, ist etwas völlig anderes.
Nicht alles, was wir an einer Messe entdecken, landet automatisch bei bold matters. Und das ist auch gut so. Wir schauen genau hin, vergleichen und schlafen im Zweifelsfall lieber noch einmal darüber. Denn am Ende soll unser Sortiment keine zufällige Ansammlung schöner Dinge sein, sondern eine Auswahl, hinter der wir wirklich stehen können.
Was wir von der Fashion Link mitnehmen
Neben konkreten Produkten ist so ein Besuch an der Messe vor allem eines: eine riesige Portion Inspiration.
Besonders spannend fanden wir, wie stark Schuhe momentan wieder als eigenständiges Statement gedacht werden. Auch die MICAM selbst stellte ihre September-Ausgabe unter das Motto «Shoes First» und rückte Schuhe als Ausdruck von Persönlichkeit und Design bewusst ins Zentrum.
Gleichzeitig wird das Thema Nachhaltigkeit auf der Messe sichtbarer. Die MICAM widmet beispielsweise einen eigenen Bereich messbaren Nachhaltigkeitsstandards und bringt auch junge Unternehmen mit Fokus auf Nachhaltigkeit und neue Technologien auf die Messe.
Mailand nach Messeschluss: Un posto a Milano
Und dann wäre da natürlich noch Mailand selbst.
Dieses Mal haben wir im Un posto a Milano übernachtet. Einer kleinen Foresteria in der historischen Cascina Cuccagna in der Nähe von Porta Romana. Zum Projekt gehören nicht nur Gästezimmer, sondern auch Küche, Bar und Begegnungsräume.

Perfekt durchgestylt wie ein klassisches Designhotel? Nein. Viel besser: unkompliziert, charaktervoll und ein bisschen anders. Die alten Wände, sichtbaren Installationen und einfachen Zimmer haben ihren ganz eigenen Charme. Ziemlich passend für einen Trip, bei dem es ohnehin mehr um Entdecken als um Hochglanz geht.

Und damit ging unser Besuch an der MICAM zu Ende: mit müden Füssen, vielen Fotos, neuen Kontakten, ziemlich vielen Ideen und ein paar Entdeckungen, von denen du bei bold matters vermutlich noch hören wirst.
Bis dahin nehmen wir dich auf Instagram weiter mit hinter die Kulissen. Und wenn du neue Labels und unsere neuesten Fundstücke lieber direkt in deinem Postfach entdecken möchtest, melde dich für unseren Newsletter an. Denn die schönsten Messeentdeckungen behalten wir natürlich nicht für uns.


